Zwischenbilanz nach 9 Monaten Inklupreneur

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit auch die engere Zusammenarbeit mit den Inklupreneur Pionieren der ersten Kohorte. Grund genug mal inne zu halten und auf das zurück zu schauen, was wir als Inklupreneur Community bereits erreicht haben.

April – Inklupreneur geht offiziell an den Start

Nach intensiven Wochen der Vorbereitung können wir das Projekt endlich offiziell launchen. Inklupreneur ist geboren! Nach kurzer Verschnaufpause um Ostern, machen wir uns direkt an den nächsten Meilenstein: die Gewinnung von 25 Pledger*innen für die erste Kohorte.

Unser Ziel: Innerhalb von 3 Jahren Projektlaufzeit 60 bis 120 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Berliner Startup-Szene schaffen 

Nebenbei gewinnen wir Kooperationspartner und Multiplikator*innen, um das Projekt in Berlin bekannter zu machen. Die Gespräche sind unglaublich motivierend und der Zuspruch für das Projekt von allen Seiten so groß, dass wir ganz beflügelt sind.

Ende April haben wir 9 offizielle Pledges für Berlin. Bis Ende Juni wollen wir die 25 voll haben, um mit den Inhalten zu starten. Am 26. Mai wollen wir uns mit allen treffen, die schon an Bord sind, um uns kennenzulernen und vorzustellen, was in den nächsten Monaten passieren wird.

Neben myAbility können wir auch SEND Berlin als Kooperationspartner gewinnen und sind auf der Social Economy Konferenz Berlin vertreten, um Inklupreneur vorzustellen. Unser Pledger Mashup Communications begleitet uns ab jetzt bei der PR Arbeit.

Heute arbeiten wir mit folgenden Oragnisationen zusammen:

Kooperationspartner*innen: JOBinklusive; Kopf, Hand + Fuss; TUECHTIG; myAbility; SEND; enterability; BAG Berufsbildungswerke; ISL

Unterstützer*innen-Netzwerk: BBV, VdK, ZAV, Career Center, Deafservice, Aktion Mensch, Deutscher Gehörlosen-Bund, ASBH, Universitäten und Hochschulen

Da wird selbst noch neu auf dem Gebiet der Inklusion sind, machen wir uns mit den verschiedenen relevanten Institutionen und deren Kompetenzebereichen vertraut und starten eine Umfrage zum Thema „Diversität und Inklusion in Startups“, um besser zu verstehen, wo es hakt.

Mai – Die Anzahl der Pledges steigt und wir öffnen das Mentor*innen Programm

Zwischen Feiertagen mit kurzen Arbeitswochen arbeiten wir uns durch unsere endlosen To-Dos: PR, Planung der ersten Workshops, Gewinnung weiterer Pledger*innen und und und.. es ist intensiv, aber wir sind hochmotiviert!

Die Anzahl der Pledges ist auf 13 gestiegen, in unserer Blogserie “Was Inklusion für mich bedeutet” schreiben wir über unsere bisherigen Erfahrungen und Berührungspunkte mit dem Thema, auf Instagram sprechen Waldemar Zeiler und Raul Krauthausen über den Inklupreneur Pledge und wir freuen uns mega auf den ersten Termin am 26. Mai!

Neben der Gewinnung neuer Pledger*innen, haben wir uns entschlossen auch Menschen mit Behinderung mit an Bord zu nehmen. Getreu nach dem Motto “nicht ohne uns über uns” öffnen wir die Bewerbung für unser Mentor*innen Programm und werden mit Bewerbungen überschüttet!

Mentor*innen: Expert*innen-Netzwerk aus aktuell 19 Menschen mit Behinderung mit diversen Beeinträchtigungen aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Journalist*innen, Aktivist*innen, Wirtschaft-und Rechtswissenschaftler*innen, Inklusionscoach*innen, Inklusionsbeauftragte, Fachberater*innen für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, Berater*innen für Barrierefreiheit (VDK),  Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg

Sie vermitteln uns wertvolle Einblicke, Erfahrungen, und bringen Expertise über die diversen Behinderungen am Arbeitsplatz mit.

Juni – Vorbereitungen für das erste Starter Camp laufen auf Hochtouren

Nach dem ersten Zusammentreffen sind wir so glücklich darüber, dass die Arbeit der letzten Wochen endlich greifbarer wird und wir entscheiden uns, die erste Kohorte zu schließen. Die 15 Unternehmen haben nämlich bereits 67 Jobs gepledged, was mehr ist, als wir uns erhofft hatten!

Der aktuelle Stand:

33

Firmen

123

Jobs

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für das Starter Camp am 15./16. Juli, das den Grundstein für die Umsetzungsphase legen soll. Mit dem Inklupreneur Canvas werden im Camp die Grundlagen erarbeitet. Wir laden diverse Impulsgeber*innen ein, die praxisnah vermitteln, wie Inklusion funktionieren kann.

In einem LinkedIn Live sprechen Waldemar, Özlem und Miriam am Digitaltag über Inklusion in der Arbeitswelt und wir können weitere Pledger*innen gewinnen.

Juli – Nach dem Starter Camp starten wir direkt mit der Umsetzungsphase durch

Die erste Kohorte steht nun final fest und es laufen auch schon Gespräche für die zweite. Die Vorbereitungen für das Starter Camp laufen auf Hochtouren und das betterplace lab ist im Hintergrund für die Evaluation zuständig.

Übersichtsgrafik erste Kohorte

Parallel zum Camp bereiten wir auch die anschließende Begleitphase der Umsetzungsphase vor: Das Mentor*innen Programm nimmt Form an und die Inklupreneur-Akademie mit Community Meeting findet ab jetzt jeden letzten Mittwoch im Monat statt. Außerdem gehen die Unternehmen nach dem Camp in Einzelcoachings bei Özlem und Nils, die wöchentlich stattfinden sollen.

Der nächste Meilenstein sind die ersten Jobausschreibungen. Um uns in diese Richtung zu bewegen, laden wir zum ersten Akademie Impuls Isabelle und Alexandre von be-able ein, die Tipps geben, wie man als inklusive*r Arbeitgeber*in sichtbarer werden kann.

August – Kurze Verschnaufpause

Nach der intensiven Phase rund um das Starter Camp macht unser Team erst Mal Urlaub! Währenddessen arbeiten die Unternehmen an ihren Stellenausschreibungen und zum Ende des Monats geht es weiter mit der Umsetzungsphase aus Akademie-Impulsen, Community Meeting und den Einzelcoachings.

September – Die Personal Coachings werden immer intensiver und die ersten Stellen werden ausgeschreiben

Die Einzelcoachings laufen auf Hochtouren und die ersten Stellenanzeigen werden mit Hilfe der Mentor*innen auf das beste Level gebracht. Dazu bauen wir unser Partner*innennetzwerk aus, um die Jobausschreibungen bestmöglich platzieren zu können.

Wir bekommen das “schwarze Loch” zwischen erstem Arbeitsmarkt und Menschen mit Behinderung immer stärker zu spüren. Die Mentor*innen treffen sich in einem extra Meeting, um die Themenfelder Recruiting und Stellenausschreibungen zu diskutieren und weitere Ansätze zu erarbeiten.

Auf unserer Jobseite sammeln wir alle ausgeschriebenen Stellen und versuchen die Seite direkt in den Communities der Menschen mit Behinderung zu platzieren:

Da wir immer mehr Anfragen von Unternehmen aus anderen Bundesländern bekommen, launchen wir die Website zu Inklupreneur Deutschland, auf der Unternehmen aus ganz Deutschland ihren Pledge abgeben können. Mit mindestens 10 Pledges aus einem Bundesland, wollen wir dann auf die jeweiligen Institutionen in den Ländern zugehen und Inklupreneur auch dort umsetzten.

Auch die Medien sind an unserem Projekt interessiert. Wir werden immer wieder zu Veranstaltungen eingeladen und unsere Presseseite wächst.

Oktober – Personal Coachings stehen im Mittelpunkt und wir bekommen die Zusage Inkupreneur auch in Bremen umzusetzten

Nach wie vor stehen die Einzelcoachings im Mittelpunkt unserer Arbeit. In Visibility Sessions und Present Meetings werden in den Coachings aktiv Berührungsängste abgebaut und konkrete Strategien erarbeitet, wie die Unternehmen ansprechender für Menschen mit Behinderung auftreten können.

Ziel der Personal Coachings: Individuelle Inklusionsstrategien erfolgreich umsetzen, um die gepledgten Stellen zu schaffen und zu besetzen

Säulen des Personal Coachings

1. Stellenausschreibung
2. Visibility (Sichtbarkeit)
3. “Present Meeting” (Sensibilisierung & Teilhabeerfahrung)
4. Verknüpfung mit Partner*innen
5. Bewerber*innen-Verfahren Unterstützung
6. Förderbedarfsanalyse und Abschluss

Außerdem gehen wir jetzt aktiver auf die Communities der Menschen mit Behinderung zu, um unsere wachsende Jobseite populärer zu machen. Die ersten Jobs wurden bereits erfolgreich besetzt, trotzdem fehlt es noch an Bewerbungen. Wir machen es uns zum Auftrag das “schwarze Loch” zu überbrücken und freuen uns über viel Zuspruch von Vereinen und Verbänden.

Ein tolle Nachricht zum Jahresende war auch die Bestätigung, dass wir Inklupreneur im Jahr 2022 als Testphase auch im Bundesland Bremen umsetzten können. Wir freuen uns sehr darauf, noch mehr Erfahrungen sammeln zu können!

Weiterhin haben wir einen Workshop mit den Pledger*innen aus dem Bereich der Personaldienstleitungen gemacht, in dem Ideen entwickelt wurden, wie diese (mehr) Disability-Recruiting anbieten können.

November – 18 Jobs sind ausgeschreiben und wollen besetzt werden

Ganze 18 Jobs sind bereits ausgeschrieben. Wir tun alles, damit die Jobausschreibungen die richtigen Menschen erreichen. Wir haben ein großes Ansprache- und Visability-Projekt im Sinne des Bewerber*innenmarketings gestartet: wir führen Gespräche mit diversen Einrichtungen und Organisationen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen und Inklupreneur bisher noch nicht kannten. Job-Interessent*innen können seit kurzem auch einen Inklupreneur-Job-Newsletter abonnieren.

Zwischenergebnisse unserer Arbeit

quantitativ
14.000 Webseiten-Aufrufe
96 durchgeführte Coachings mit Unternehmen
17 offene Stellen
3 besetzte Stellen

qualitativ
individuelle Erfolgsgeschichten
starker Community-Support (Aktivist*innen, bestehende Organisationen)
positiver Zuspruch von Menschen mit Behinderung aus ganz Deutschland
hohe mediale Reichweite

Damit bei passendem Bewerbungseingang auch der weitere Bewerbungsprozess gut läuft, erproben die Unternehmen in Bewerbungssimulationen mit den Mentor*innen Bewerbungsgespräche mit potentiellen Arbeitnehmer*innen mit Behinderung und lernen, worauf es ankommt. Auch in unserer Akademie-Session beim Community Meeting sprechen wir über den Bewerbungsprozess und lernen von unseren Mentor*innen Amy, Markus und Sabine die Do’s und Dont’s beim Bewerbungsgespräch.

Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die zweite Kohorte, mit der wir im Februar starten wollen.

Übersicht-Logos-zweite-Kohorte

Dezember – Endspurt und feiern erster Erfolgsgeschichten

Bis zum 17.12. laufen die letzten Einzelcoachings mit den Unternehmen der ersten Kohorte. Wir sind sehr stolz bald ganz offiziell die ersten Erfolgsgeschichten erzählen zu können und zu sehen, dass alle Unternehmen Fortschritte machen.

Fast alle Unternehmen haben:

  • inklusive ausgearbeitete Stellenausschreibungen
  • diverse Behinderungen und MmB kennengelernt, Vorurteile abgebaut & Berührungsängste überwunden
  • viel Erfahrung über Inklusion gesammelt
  • Webseiten barrierearm umgestaltet

Nun verabschieden wir uns allmählich in unsere Winterpause und freuen uns im Januar auf den Start mit der zweiten Kohorte sowie den Projektstart in Bremen.

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